- Frostige Nervenkitzel: Perfekte Technik und Ausrüstung für erfolgreiches Eisfischen.
- Die Grundlagen des Eisfischens: Sicherheit geht vor
- Die richtige Ausrüstung für den Erfolg
- Köder und Angeltechniken
- Die Bedeutung des Standorts
- Fischarten beim Eisfischen
- Die richtige Kleidung für kalte Temperaturen
- Nach dem Fang: Verantwortungsvoller Umgang
Frostige Nervenkitzel: Perfekte Technik und Ausrüstung für erfolgreiches Eisfischen.
Das Eisfischen, oder auch als ice fishing bekannt, ist ein faszinierender Wintersport, der die Ruhe der eisbedeckten Seen mit der Spannung des Angelns verbindet. Es ist eine Aktivität, die Geduld, Technik und die richtige Ausrüstung erfordert. Viele Menschen schätzen die Möglichkeit, der Hektik des Alltags zu entfliehen und die Schönheit der Winterlandschaft zu genießen, während sie auf den Biss warten. Die Vorbereitung ist dabei genauso wichtig wie das eigentliche Angeln, und wer sich gut vorbereitet, kann mit einem erfolgreichen Fang belohnt werden.
Die Grundlagen des Eisfischens: Sicherheit geht vor
Bevor man sich dem Eisfischen widmet, ist die eigene Sicherheit von allergrößter Bedeutung. Das Betreten einer eisbedeckten Fläche birgt immer Risiken, daher müssen einige grundlegende Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden. Zuerst sollte die Eisdicke überprüft werden. Ein ausreichend dicke Eisschicht ist entscheidend, um das Gewicht von Mensch und Ausrüstung zu tragen. Faustregeln besagen, dass eine Eisdicke von mindestens 10 cm für eine einzelne Person und 20 cm für mehrere Personen erforderlich ist. Doch auch diese Werte sind nur Richtwerte, da die Eisqualität durch verschiedene Faktoren wie Temperatur, Schneelage und Wasserströmung beeinflusst werden kann. Weiterhin sollte man immer in Begleitung unterwegs sein und geeignete Rettungsmittel wie Eispickel und Rettungsseil mitführen. Regelmäßige Schulungen zum Thema Eissicherheit sind ebenfalls empfehlenswert.
Die richtige Ausrüstung für den Erfolg
Eine gut durchdachte Ausrüstung ist das A und O für ein erfolgreiches Eisfischer-Erlebnis. Dazu gehören neben warmer, wasserdichter Kleidung und festem Schuhwerk natürlich auch die notwendigen Angelutensilien. Eine spezielle Eisfischrute ist kürzer und flexibler als eine herkömmliche Angelrute und ermöglicht eine präzise Köderführung. Eisfischspulen sind meist kleiner und enthalten eine dünnere Schnur. Wichtige Köder sind kleine Jigköpfe, Wobbler und lebende Köderfische. Eine Eisschaufel dient dazu, das Eis zu bohren und eine Angelöffnung zu schaffen. Ein Eisschürhaken, oft auch Eispickel genannt, hilft beim Erkunden der Eisdicke und bietet im Notfall einen Griffpunkt, um sich aus dem Wasser zu ziehen. Eine Sitzgelegenheit, wie ein Eimer oder ein Klappstuhl, sorgt für Komfort während des Wartens. Ein praktischer Eiskoffer kann die gesamte Ausrüstung übersichtlich verstauen.
| Eisfischrute | Kurze, flexible Rute für präzises Angeln. | 30 – 80 |
| Eisfischspule | Kleinere Spule mit dünner Schnur. | 15 – 30 |
| Eisschaufel | Zum Bohren von Angelöffnungen. | 20 – 60 |
| Eisschürhaken | Sicherheitsausrüstung, zum Testen der Eisdicke. | 10 – 20 |
| Warme Kleidung | Wasserdicht und isolierend. | 50 – 200 |
Köder und Angeltechniken
Die Auswahl des richtigen Köders ist entscheidend für den Erfolg beim Eisfischen. Beliebte Köder sind kleine Jigköpfe in verschiedenen Farben und Gewichten, Wobbler, die durch ihre Schwimmbewegung Fische anlocken, und lebende Köderfische, die besonders erfolgreich sind. Die Angeltechnik beim Eisfischen unterscheidet sich von anderen Angelmethoden. Oft wird der Köder senkrecht unter dem Eisloch angeboten und durch leichtes Anheben und Senken der Rute eine verführerische Bewegung erzeugt. Manchmal ist es auch hilfreich, den Köder am Grund schleifen zu lassen oder ihn in verschiedenen Tiefen zu präsentieren. Es ist wichtig, geduldig zu sein und verschiedene Techniken auszuprobieren, um herauszufinden, was an diesem Tag am besten funktioniert.
Die Bedeutung des Standorts
Der Standort ist ein entscheidender Faktor für den Erfolg beim Eisfischen. Fische halten sich oft in der Nähe von Unterwasserstrukturen wie Baumstümpfen, Felsen oder Pflanzen auf, die ihnen Schutz und Nahrung bieten. Auch Stellen, an denen Zuflüsse oder Abflüsse vorhanden sind, können vielversprechend sein, da hier oft mehr Sauerstoff im Wasser vorhanden ist. Das Ausprobieren verschiedener Stellen ist wichtig, um herauszufinden, wo sich die Fische aufhalten. Ein Echolot kann dabei hilfreich sein, um Unterwasserstrukturen und Fischbestände zu lokalisieren. Man sollte auch die Wetterbedingungen berücksichtigen, da sich Fische bei unterschiedlichen Wetterlagen unterschiedlich verhalten können. Bei bewölktem Himmel und leichtem Wind sind die Chancen oft größer, einen Fang zu machen.
Fischarten beim Eisfischen
Beim Eisfischen können verschiedene Fischarten gefangen werden, je nach Region und Gewässer. In Deutschland sind vor allem Hechte, Zander, Barsche und Renken beliebte Ziele. Der Hecht ist ein Raubfisch, der sich durch seine aggressive Jagdweise auszeichnet und oft auf größere Köder reagiert. Der Zander ist ein anspruchsvoller Fisch, der eine ruhige und geduldige Angeltechnik erfordert. Die Barsche sind relativ einfach zu fangen und beißen oft auf kleine Köder. Renken sind kleine, schmackhafte Fische, die oft in großen Schwärmen vorkommen. Bei der Auswahl des Köders sollte man die bevorzugte Nahrung der jeweiligen Fischart berücksichtigen.
- Hecht: Raubfisch, bevorzugt größere Köder.
- Zander: Anspruchsvoll, ruhige Angeltechnik erforderlich.
- Barsch: Einfach zu fangen, beißt auf kleine Köder.
- Renke: Lebt in Schwärmen, schmackhaft.
Die richtige Kleidung für kalte Temperaturen
Beim Eisfischen ist es wichtig, sich vor Kälte zu schützen. Mehrere Schichten Kleidung sind besser als eine dicke Schicht, da sie die Wärme besser speichern und die Atmungsaktivität fördern. Die unterste Schicht sollte aus Funktionskleidung bestehen, die den Schweiß ableitet und die Haut trocken hält. Die mittlere Schicht kann aus Fleece oder Wolle bestehen, die für zusätzliche Wärme sorgt. Die äußere Schicht sollte wasserdicht und winddicht sein, um vor Witterungseinflüssen zu schützen. Wichtige Accessoires sind eine warme Mütze, Handschuhe, ein Schal und wasserdichte Stiefel. Es ist auch ratsam, Thermoskanne mit heißem Tee oder Kaffee mitzunehmen, um sich von innen aufzuwärmen.
- Funktionsunterwäsche (Schweißableitend)
- Fleece- oder Wollpullover (Wärmeisolierung)
- Wasserdichte und winddichte Jacke und Hose (Wetterschutz)
- Warme Mütze, Handschuhe und Schal
- Wasserdichte Stiefel
Nach dem Fang: Verantwortungsvoller Umgang
Nach dem Fang sollte man verantwortungsvoll mit den gefangenen Fischen umgehen. Fische, die man nicht behalten möchte, sollten schonend zurückgesetzt werden, um den Bestand zu schonen. Bei der Handhabung der Fische sollte man darauf achten, sie nicht zu verletzen. Fische, die man behalten möchte, sollten schnell und hygienisch getötet und verarbeitet werden. Es ist wichtig, sich über die geltenden Fischereibestimmungen und Schonzeiten zu informieren, um Gesetzesverstöße zu vermeiden. Ein respektvoller Umgang mit der Natur und den Lebewesen ist ein Muss für jeden Eisfischer.
